Neuwerk schlägt Wickrathhahn mit 4:2 im Kreispokal

Was für ein Spiel war das denn Bitte gestern in Neersbroich? Schon vor dem Spiel hatte es irgendwie geknistert. Diverse Kommentare auf Facebook ließen aufhorchen und suggerierten, dass sich der B-Ligist irgendwie als Favorit für das Spiel sieht. Bei dem Spiel um Platz 3 im Kreispokal ging es letztlich nicht nur um Platz 3, sondern auch die Qualifikation für den Niederrheinpokal. Was soll ich sagen? WIR SIND FÜR DEN NIEDERRHEINPOKAL QUALIFIZIERT

Rund 350 Zuschauer waren am Ostermontag nach Neersbroich gereist um das Spiel um Platz 3 zu schauen. Auf dem Papier stand uns zwar ein B-Ligist gegenüber, doch der Kader von Wickrathhahn ist bekanntlich mit Spielern bestückt, die – so sagt man zumindest – deutlich höher spielen könnten bzw. auch schon gespielt haben. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gegner auf Rang 2 der Kreisliga B Gr. 2 steht und der Respekt war natürlich groß. Das merkte man auch in den Anfangsminuten in denen bei unseren Jungs noch nicht viel zusammen lief. Viele unnötige Ballverluste reihten sich aneinander und es gab keinen Zugriff im Mittelfeld. So dominierten die Blauen und wirkten zu Beginn griffiger.  In der 14. Spielminute konnte Wickrathhahn die optische Dominanz in Zählbares umwandeln. An der Mittellinie verloren wir den Ball zu leicht an Soner Karaman, der einen wohltemperierten Pass durch unsere 4er-Kette schob und Hamidovic im direkten Duell unserem Kroiler keine Chance ließ – 1:0. Damit war die erste Duftmarke gesetzt und der B-Ligist versuchte nachzulegen: Vor allem Standards sorgten für Gefahr, die zum Glück aber nicht genutzt wurden. 

Nach 20 Minuten wurde Neuwerk dann mutiger und vor allem aggressiver in den Zweikämpfen, ohne dabei unfair zu spielen. Das sorgte für Selbstvertrauen und die Kombinationen wurden flüssiger. Ín Minute 26 wurden wir dann belohnt: der bärenstarke Kevin Stiegen eroberte den Ball an der Mittelinie und filetierte die Abwehr von Wickrathhahn mit einem Pass aus Lennartz, der frei durch war und trocken unten links zum Ausgleich einnetzte.

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5 Minuten später stellten wir auf 1:2: Wieder ging ein Ballgewinn von Kevin Stiegen voraus, der auf Lennartz weiterleitete. Nach ein wenig Gewusel schloss Lennartz ab, den Abpraller legte Fabian Krah über die Torlinie. 

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Wir zogen uns dann etwas zurück und brachten vor allem dank unserem starken Schlussmann die knappe Führung in die Halbzeitpause und das sicherlich nicht unverdient. 

Halbzeit zwei begann wie die erste endete: Wickrathhahn suchte nach Lösungen, doch die Defensive mit Sezgin, Schumacher, Straßburger und Beckers stand hervorragend! Auch nach vorne ging wieder mehr – Richter kam für Werner (46. Minute) und sorgte für neuen Schwung über die linke Seite. Immer wieder konnten wir jetzt Akzente nach vorne setzen, da der Gegner höher stand. Es sah eigentlich lange Zeit nicht so aus, als könnte Wickrathhahn noch mal ins Spiel zurück finden. Doch in der 76. Spielminute war es dann Tuncay Özdemir, der aus der eigenen Hälfte Tempo aufnahm, nach innen zog und dann Damir Hamidovic mit einem zauberhaften Lupf-Pass auf die Reise schickte. Frei vor unserem Schnapper blieb er wieder eiskalt und stellt auf 2:2. 

Ein Wirkungstreffer und eine Tendenz Richtung Verlängerung? Mitnichten. Engagiert, konzentriert und hoch motiviert spielten wir wieder nach vorne. Der Gegner bot Räume an und wir wussten diese zu nutzen. Ab der 85. Spielminute überschlugen sich die Ereignisse dann. Straßburger, der schon einige scharfe Flanken und Ecken brachte, stand an der 16er Kante zum Freistoß bereit. Nachdem der erste Versuch in der Mauer landete, war die darauf folgende Bogenlampe perfekt für Güth! Am Elfer stieg er hoch und köpfte den Ball über den herauseilenden Torwart ins linke obere Eck. 2:3 in der 85. Spielminute.

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Güth ging im Anschluss vom Platz und es kam Tobi Kliche, der lange verletzt fehlte. Der Fußball schreibt manchmal aber auch echt schöne Geschichten. Wickrathhahn drückte, wurde aber nicht mehr zwingend und über einen schnellen, wunderbar ausgespielten Angriff fiel dann das 2:4 durch wen? Tobi Kliche! Kroiler wirft ab auf Leon Jansen, der direkt auf Richter weiterleitet. Jannik ist auf links durch und zieht Richtung 16er – sieht Kliche am zweiten Pfosten – TOR! 4 Stationen hat es gebraucht um den Stecker zu ziehen. 

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Wir haben hier ein paar Spieler namentlich erwähnt, andere nicht – das soll aber keine Wertung sein. Insgesamt noch mal ein großes Lob an die ganze Mannschaft und das Trainerteam. Das war ein super Spiel, eine wirklich couragierte Leistung und ein großer Erfolg! Jetzt heißt es Kraft sammeln für die nächsten Aufgaben.